T a g u n g | 28. & 29. März 2012 | Landau in der Pfalz

Eine kritisch-reflexive Geographie(-didaktik) sieht sich aktuell mit Veränderungen konfrontiert, die mit entscheidenden Neuerungen der medialen Welt einhergehen. Sie werden umschrieben durch Neologismen wie web2.0 und social web, die binnen kurzer Zeit selbst-verständlicher Teil unseres kollektiven Begriffsarsenals geworden sind. Durch digitale Globen, Lokalisierungsdienste und mobile kartographische Applikationen sind jene Innovationen auch in Form eines sich auf Georeferenz beziehenden geoweb allgegenwärtig.

Dies hat einerseits deutliche Konsequenzen für den Umgang mit Räumlichkeit und andererseits für den (geographischen) Bildungsbegriff, da Medien Quellen für Verstehensprozesse sind.

In diesen Zusammenhang kann das Medium längst nicht mehr als bloßes Transport- oder Übertragungs-Mittel verstanden werden, denn es bringt Wirklichkeiten erst hervor als Grund-lage der Hypothesenbildung und Ausgangs-punkt von Denkprozessen. Eine derartige Herangehensweise an Medien erfordert eine grundlegende theoretische Fundierung ebenso wie eine Neubetrachtung der Notwendigkeiten und Chancen geographischer Bildung im Zeitalter des geoweb.

Die Tagung geo@web bot ein wissenschaftliches Forum, diese als Prozess zu verstehende Schnittstelle zwischen alltäglichen web2.0-Praxen und den geographie-(didakti)schen Perspektiven darauf und Implikationen darin auszuleuchten.

Zu einem regen Austausch zwischen FachwissenschaftlerInnen, FachdidaktikerInnen, VertreterInnen aus Nachbardisziplinen, LehrerInnen und Studierenden luden recht herzlich ein:

Inga Gryl,   Tobias Nehrdich,   Robert Vogler

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